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Trotz mangelnder Beweise wird Raúl Díaz Peña nicht aus
der Haft entlassen
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Raúl Díaz Peña und der
Journalist Jose Rafael Ramirez - politische Gefangene
der venezolanischen Chavez-Justiz. Bilder: Venezuela
Awareness Foundation
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Frankfurt/
Carracas/ Miami
(26. Februar 2008) – Der Student Raúl Díaz Peña, der jüngste
von 24 bekannten venezolanischen politischen Gefangenen, ist
nach vier Jahren immer noch in Haft, berichtet die
Internationale Gesellschaft für Menschrechte (IGFM). Vor vier
Jahren wurde er aufgrund einer unter Folter erpressten Aussage
eines anderen Gefangenen verhaftet. Die IGFM macht sich große
Sorgen um den Gesundheitszustand des jungen Gefangenen, der
auch von der "Venezuela
Awareness Foundation" und der Interamerikanischen
Kommission für Menschenrechte (Inter-American Commission on
Human Rights, ICHR) unterstützt wird.
Raúl Díaz Peña wurde wegen angeblicher Beteiligung
an den Bombenanschlägen auf die diplomatischen Vertretungen
Kolumbiens und Spaniens im Februar 2003 in Carracas angeklagt.
Grund für den Verdacht und die Verhaftung war die Aussage von
Silvio Merida, einem Gefangenen, der unter Folter die
Teilnahme Diaz’ an dem Anschlag bestätigte. Später
widerrief Merida die erzwungene Aussage vor Journalisten und
beteuerte die Unschuld Diaz’.
Notwendige Operationen werden verweigert
Die ICHR hatte diese Informationen und einen Bericht über den
schlechten Gesundheitszustand des jungen Gefangenen an die
venezolanische Regierung weitergeleitet. Bislang hat diese
aber noch keine Schritte zur Freilassung oder Verbesserung der
Haftbedingungen des Gefangenen eingeleitet. Nach Angaben von
Ärzten braucht Raul Diaz dringend medizinische Behandlungen,
die im Gefängnis nicht durchgeführt werden können. Bislang
wurde es ihm nicht erlaubt das Gefängnis zu verlassen.
Tod eines Journalisten wird in Kauf genommen
Der Journalist Jose Rafael Ramirez ist ein weiterer
Gefangener, dessen Gesundheitszustand als sehr kritisch
bezeichnet werden muss. Er wurde im Juni 2007 wegen seiner
Recherchen über eine Abteilung des Justizministeriums (Cuerpo
de Investigaciones Cientificas Penales y Criminalisticas,
CICPC in Chacao) verhaftet und sitzt im La Planta Gefängnis
in Carracas. Ramirez ist Diabetiker und leidet unter hohem
Blutdruck, die mangelnde Gesundheitsversorgung in dem Gefängnis
ist für ihn lebensbedrohlich. Am 22. Januar 2008 sollte er
freigelassen werden, um einen Arzt aufsuchen zu können. Nach
mehreren Verzögerungen wurde die angekündigte Freilassung
von Ramirez wenige Stunden später schließlich widerrufen.
Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes hat Ramirez aus
Protest einen Hungerstreik begonnen. Zurzeit wird er von Gefängnisärzten
betreut, jedoch wäre die Verlegung in ein Krankenhaus
lebensnotwendig.
Appell an die venezolanische Regierung
Die IGFM und die venezolanische "Awareness
Foundation" fordern die sofortige Freilassung beider
Gefangener, um die lebensnotwendige medizinische Behandlung
der Gefangenen zu ermöglichen. Sie fordern weiterhin die
venezolanische Regierung dazu auf, für alle Gefangenen eine
angemessene Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und die
Verweigerung ärztlicher Versorgung von politischen Gefangenen
als politisch motivierte Repressalie zu unterlassen.
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